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Aerosole & Trinkwasser: Entstehung, Risiken und Schutzmaßnahmen

Aerosole, feine Wassertröpfchen in der Luft, tragen oft unsichtbare Gefahren mit sich. Erfahren Sie, wie Aerosole an Entnahmestellen von Trinkwasser-Installationen entstehen, welche gesundheitlichen Risiken von ihnen ausgehen und wie Sie die nutzenden Personen Ihrer Trinkwasser-Anlage wirksam schützen.

Was sind Aerosole und wie entstehen sie?

Aerosole sind mikroskopisch kleine, in der Luft schwebende Tröpfchen. Im Trinkwasserbereich entstehen diese feinen Tröpfchen überall dort, wo Wasser zerspritzt, vernebelt oder mit hohem Druck austritt. Sobald Sie eine Armatur öffnen, können mechanische Kräfte das austretende Wasser beispielsweise in winzige Partikel zerstäuben.

Typische Entstehungsorte in Gewerbeimmobilien, öffentlichen Gebäuden oder Hotels

  • Duschen und Handbrausen
  • Waschtischarmaturen mit lufteinziehenden Strahlreglern
  • Luftbefeuchter, Kühltürme und Rückkühlanlagen
  • Hochdruckreiniger

Je kleiner die Tröpfchen ausfallen, desto länger schweben sie in der Luft und desto tiefer gelangen sie beim Einatmen in das menschliche Atmungssystem.

Warum Trinkwasser-Aerosole ein Gesundheitsrisiko darstellen können

Trinkwasser-Aerosole bergen ein hohes Infektionsrisiko, weil Menschen die feinen Tröpfchen tief in die Lunge einatmen. Partikel mit einem Durchmesser von weniger als 5 Mikrometern überwinden die natürlichen Schutzmechanismen der oberen Atemwege mühelos.

Potenziell in den Rohrleitungen vorhandene wassergebundene Bakterien und Keime können über das vernebelte Wasser direkt in die Atemwege von Menschen gelangen. Zu den gefährlichsten Erregern, insbesondere für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem zählen:

  • Legionella pneumophila: Durch das Einatmen legionellenhaltiger Aerosole können beispielsweise schwere Lungenentzündungen ausgelöst werden. Beim Duschen entstehende Aerosole gelten als Hauptübertragungsweg.
  • Pseudomonas aeruginosa: Treffen aerosolierte Pseudomonaden auf Schleimhäute oder offene Wunden, können sie gefährliche Infektionen verursachen.

Wie reduzieren Sie Infektionsrisiken durch Aerosole?

Als Betreiber und Betreiberinnen einer Trinkwasser-Installation sind Sie grundsätzlich gemäß Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2023) zur Sicherung der Wasserqualität verpflichtet. Diese Verpflichtung greift, lange bevor das Wasser die Armatur verlässt. 

Eine lückenlose Trinkwasserhygiene in der gesamten Trinkwasseranlage bildet daher die zwingende Basis für die Vorbeugung von Infektionen, nicht nur durch Wasserkeime in Aerosolen!

Zusätzlich können Wasserhähne mit speziellen Strahlreglern wie dem NEOSTRAHL® Clinic oder dem NEOSTRAHL® Clinic Snap ausgestattet werden, welche die Bildung von Aerosolen reduzieren.

Zu beachten ist auch, dass durch Spritzwasser oder mangelnde Hygiene bei der Reinigung von Entnahmestellen Bakterien und Keime in den Auslauf der Armatur gelangen können – eine sogenannte retrograde Kontamination, die es zu verhindern gilt.

Auch der Möglichkeit, dass wassergebundene Keime aus Abwassersystemen durch zurückströmende Aerosole aus Abflüssen in den Waschbereich gelangen können, beispielsweise beim Händewaschen oder Wasserzapfen, gilt es vorzubeugen.

Wasserfilter für Wasserhahn & Duschkopf als Sofortmaßnahme

Der Einsatz von Wasserfiltern für Wasserhahn und Duschkopf kann nicht nur bei einer Kontamination eine sinnvolle Sofortmaßnahme darstellen. Auch ist der Einsatz solcher Filter eine empfehlenswerte Maßnahme zum Schutz der Gesundheit.

Sichern Sie Ihre Wasserhygiene mit Aqua free

Schützen Sie Ihre Trinkwasser-Installation wirksam gegen gesundheitliche Gefahren durch vernebeltes Wasser. Die zertifizierten Filterlösungen und der umfassende Service von Aqua free unterstützen Sie dabei.

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