Wasserhygiene-Beratung

Die Bedeutung von Hygiene und Wasserhygiene nimmt in Zeiten von multiresistenten Keimen und Antibiotikaresistenzen weiter zu. Die Wasserhygiene ist hier ein wichtiges Puzzleteil eines durchgängigen und konsistenten Hygienekonzeptes im Krankenhaus. Aufgrund vielfältiger Parameter des klinikeigenen Leitungsnetzes (Temperaturen, Materialien, Alter der Leitungen, Stagnation, Totleitungen, etc.) weicht die Qualität des Trinkwassers oftmals von der ursprünglichen, am Point of Entry gelieferten, Qualität des Trinkwassers ab. Regelmäßige Probennahmen sind vorgeschrieben, um Transparenz über die Qualität des verwendeten Trinkwassers zu erhalten. RKI-Richtlinien geben gesetzesähnliche Empfehlungen zu hygienischen Präventionserfordernissen im Krankenhaus.

Quellen für nosokomiale Infektionen durch Wasserkeime sind Wasserhähne, Duschen, Endoskope (bei nicht sachgerechter Aufbereitung), Dental- und HNO-Einheiten, dezentrale Desinfektionsmittel-Dosiergeräte aber auch Wasserabläufe von Waschbecken (Siphon). Besonders gefährdet sind immunsupprimierte und immungeschwächte Patienten.

Im Falle schlechter Wasserqualität (Belastung mit fakultativ pathogenen Keimen) ist die Nutzung von Sterilfiltern ein probates und durch Gesundheitsbehörden anerkanntes Mittel, um bis zur Behebung der Leitungsprobleme den Patientenschutz zu gewährleisten. Selbst „gute“ Wasserproben gewährleisten keine durchgängige Sicherheit – in Leitungen kann Biofilm existieren, der „abreißen“ und so zu plötzlich hohen Keimkonzentrationen führen kann.

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