Die Gefährdungsanalyse nach Trinkwasserverordnung und Empfehlung des Umweltbundesamtes

Die Gefährdungsanalyse wird in der Regel erst bei einer Grenzwertüberschreitung der inhaltlichen Vorgaben der Trinkwasserverordnung1(TrinkwV) im Trinkwasser zum Thema. Unsere jahrelange Erfahrung mit Trinkwasser-Installationen und dem technischen Regelwerk hat uns jedoch gezeigt, dass es durchaus Sinn macht verschiedene Ansätze in dieser Frage zu verfolgen.

Somit unterscheiden wir heute bei Aqua free zwischen der präventiven Gefährdungsanalyse und der Gefährdungsanalyse bei Grenzwertüberschreitung. Bei Objekten oder Liegenschaften, die in die Empfehlung eines Wassersicherheitsplanes fallen, ist der Aufbau und Umfang der Analyse von großer Bedeutung. Im Verlaufe der Zeit und mangels Kenntnis der Thematik Wassersicherheitsplan, orientierte sich die heute gängige Form der Gefährdungsanalyse zunehmend am Aufbau eines Gerichtsgutachtens. Damit ist diese inhaltlich zwar richtig aber für den Aufbau eines Wassersicherheitsplanes und damit für die zwingend notwendige Zusammenarbeit der Fachrichtungen Hygiene und Technik in der Regel nicht hinreichend geeignet. Aus diesem Grund sollten sie im Vorfeld einer Ausschreibung oder Auftragsvergabe intern klären, welchem Zweck die Gefährdungsanalyse dienen soll. Wir beraten sie gerne zu dieser Frage.

Was qualifiziert Aqua free dazu das Thema Trinkwasserhygiene mit all seinen Aspekten zu bearbeiten. Wir haben bereits vor vielen Jahren die Notwendigkeit gesehen dem Trinkwasser die Bedeutung zu geben, die es als Lebensmittel Nr. 1 aus unserer Sicht verdient. Also haben wir ein Team von Fachleuten aufgebaut das sich tagtäglich mit Gefährdungsanalysen und Wassersicherheitsplänen beschäftigt. Alle Mitarbeiter des Teams sind nach VDI 6023 Kategorie A geschult und nehmen jährlich an verschiedenen Weiterbildungen rund um das Thema Trinkwasser teil. Wir sind als Fachbetrieb des Sanitär- und Heizungshandwerks in die Handwerksrolle der HWK Hamburg eingetragen und in den entsprechenden Fachverbänden organisiert.

 

Gefährdungsanalyse bei Grenzwertüberschreitung

Die TrinkwV beschreibt unter § 3 Begriffsbestimmungen nachfolgendes:

9. ist „technischer Maßnahmenwert“ ein Wert, bei dessen Überschreitung eine von der Trinkwasser-Installation ausgehende vermeidbare Gesundheitsgefährdung zu besorgen ist und Maßnahmen zur hygienisch-technischen Überprüfung der Trinkwasser-Installation im Sinne einer Gefährdungsanalyse eingeleitet werden;

Wenn der beschriebene Fall eingetreten ist, steht ihnen Aqua free als Spezialist für Trinkwasserhygiene gerne zur Seite, um die Situation zu meistern. Damit wir ihnen ein zuverlässiges und attraktives Angebot machen können, benötigen wir im Vorfeld ihr Unterstützung.

  1. Zu welchen Maßnahmen wurden sie vom Gesundheitsamt aufgefordert und mit welcher Terminstellung.
  2. Soll die Gefährdungsanalyse für das Gesamtobjekt erstellt werden oder nur für einen Gebäudeabschnitt / Bauteil bzw. Anlagenteil.
  3. Wir benötigen die Prüfberichte des Probennahmelaufs, bei dem die Grenzwertwert-überschreitung/en festgestellt wurde/n.
  4. Da wir ihr Objekt nicht kennen, benötigen wir eine ungefähre Vorstellung davon mit welchem zeitlichen Aufwand bei der Bestandsaufnahme zu rechnen ist.
    • Bei einem Wohngebäude geben sie bitte die Anzahl der Wohnungen, Etagen des Gebäudes und Anzahl der Hauseingänge (Treppenhaus) an. Wenn möglich, nehmen wir gerne vorhandene Leitungs-(TGA)-pläne im PDF-Format. Im Idealfall verfügen sie über Strangschemata aus dem sich die Anzahl der Steigstränge erkennen lässt.
    • Bei Gebäuden denen ein Fluchtplan / Feuerwehrplan zugrunde liegt, nehmen wir diesen gerne zur Kalkulation. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass diese Pläne aufgrund der gesetzlichen Anforderungen an den Brandschutz, relativ genau die Aufteilung eines Gebäudes abbilden.

Gefährdungsanalyse präventiv

Der Vorteil einer präventiven Gefährdungsanalyse zeigt sich beispielsweise an den folgenden Punkten:

  1. Kein Stress mit dem Gesundheitsamt oder einer anderen Behörde während der Projektabwicklung.
  2. Ausreichend Zeit für ein Angebotsverfahren und Abgleich der am Markt angebotenen Leistungen.
  3. Bei größeren Objekten, die aus zusammengesetzten Bauteilen bestehen, ist eine Auftrennung der Bauteile in zeitlich versetzte Einzelprojekte möglich, die zu einem späteren Zeitpunkt inhaltlich wieder zusammengeführt werden können. Damit sind die Kosten besser kalkulierbar. Bei einer Grenzwertüberschreitung besteht diese Möglichkeit nicht.
  4. Zeitlich sehr gut koordinierbare Projektabwicklung ohne „böse“ Überraschungen.
  5. Bessere Planbarkeit und Koordinierung der aus der Gefährdungsanalyse abgeleiteten Maßnahmen z.B. über die Beantragung von Budgets.
  6. Kurzfristige Übernahme von Erkenntnissen in die Planung von zukünftigen Bau- und Sanierungsvorhaben.
  7. Aufbau eines positiven Images zum Thema Trinkwasserhygiene und Nutzersicherheit (z.B. auch Patientensicherheit), dass gezielt vermarktet werden kann. Die Vorgehensweise ist annähernd identisch zur GFA bei einer Grenzwertüberschreitung. In einem ersten Vorgespräch klären wir mit ihnen alle Fragen (soweit möglich) die für eine Angebotserstellung notwendig sind. Da wir ihr Objekt noch nicht kennen, benötigen wir eine ungefähre Vorstellung davon mit welchem zeitlichen Aufwand bei der Bestandsaufnahme zu rechnen ist.

Die Vorgehensweise ist annähernd identisch zur Gefährdungsanalyse bei einer Grenzwertüberschreitung. In einem ersten Vorgespräch klären wir mit ihnen alle Fragen (soweit möglich) die für eine Angebotserstellung notwendig sind. Da wir ihr Objekt noch nicht kennen, benötigen wir eine ungefähre Vorstellung davon mit welchem zeitlichen Aufwand bei der Bestandsaufnahme zu rechnen ist.

  • Bei einem Wohngebäude geben sie bitte die Anzahl der Wohnungen, Etagen des Gebäudes und Anzahl der Hauseingänge (Treppenhaus) an. Wenn möglich, nehmen wir gerne vorhandene Leitungs-(TGA)-pläne im PDF-Format. Im Idealfall verfügen sie über Strangschemata aus dem sich die Anzahl der Steigstränge erkennen lässt.
  • Bei Gebäuden denen ein Fluchtplan / Feuerwehrplan zugrunde liegt, nehmen wir diesen gerne zur Kalkulation. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass diese Pläne aufgrund der gesetzlichen Anforderungen an den Brandschutz, relativ genau die Aufteilung eines Gebäudes abbilden. Sollten ihrerseits noch Fragen offen sein kontaktieren sie uns bitte, damit wir ihnen weiterhelfen können.

Gefährdungsanalyse und Wassersicherheitsplan (Water Safety Plan)

In seinen Veröffentlichungen zum Wassersicherheitsplan stellt das Umweltbundesamt (UBA) klar, dass eine Systembewertung der Trinkwasser-Installation immer über eine Gefährdungsanalyse gehen muss, denn ohne Gefährdungsanalyse ist ein Wassersicherheitsplan (WSP) nicht möglich. Auf ihr basiert die umfassende und einzig realistische Risikoabschätzung von Gesundheitsgefährdungen. Bei dem Konzept des WSP handelt es sich um ein Qualitätsmanagement, bei dem der Gefährdungsanalyse wesentliche Aufgaben zukommen. Sie ist das Arbeitsmittel Nr. 1 für alle Beteiligten . Damit spielt die inhaltliche Qualität der Gefährdungsanalyse eine große Rolle.

Wesentliche Unterscheidungsmerkmale der Gefährdungsanalysen

  • Der Grad der Durchdringungstiefe bei der Bestandsaufnahme im Objekt ist wesentlich höher als bei der Gefährdungsanalyse nach Grenzwertüberschreitung oder mit präventivem Ansatz. Bei einer Grenzwertüberschreitung wird gezielte Ursachenforschung betrieben. Daher erhebt sie keinen Anspruch auf Vollständigkeit bei der Aufnahme von Mängeln.
  • Ihr struktureller Ansatz in der Dokumentation zielt nicht darauf ab ein Arbeitsmittel zu sein und in einem dauerhaften Managementprozess die Grundlage zu bilden. In ihrem derzeitigen marktüblichen Aufbau gleicht sie einem Gerichtsgutachten im Rahmen der Rechtsprechung eines Richters in einem Verfahren. Damit entspricht ihre Fokussierung nicht dem eines Wassersicherheitsplanes.
  • In der Regel ist sie auf das Thema Legionellen fixiert, da sie ihren Ursprung im DVGW Arbeitsblatt W 551 und der Trinkwasserverordnung hat.
  • Die Gefährdungsanalyse für einen Wassersicherheitsplan sollte nicht nur die allgemein anerkannten Regeln der Technik, sondern auch die Empfehlungen des Robert Koch-Institutes und der medizinischen Fachgesellschaften berücksichtigen.

Nach der Umsetzung eines Projektes stehen wir für ihre Fragen rund um die Umsetzung auch im Nachgang zur Verfügung. Damit wir ihnen ein transparentes Angebot erstellen können benötigen wir vorab jedoch einige Vorabinformationen von ihnen.

  • Möchten sie einen Wassersicherheitsplan für eine Liegenschaft, einen Gebäudekomplex oder ein Einzelgebäude erstellen.
  • Bei Gebäuden denen ein Fluchtplan / Feuerwehrplan zugrunde liegt, nehmen wir diesen gerne zur Kalkulation. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass diese Pläne aufgrund der gesetzlichen Anforderungen an den Brandschutz, relativ genau die Aufteilung eines Gebäudes abbilden.