Germlyser® ENT

Endständiger Hohlfaser-Membranfilter für HNO-Behandlungseinheiten

Der Germlyser® ENT dient der Verhütung von bakteriellen nosokomialen Infektionskrankheiten bei immunsupprimierten bzw. immungeschwächten Patienten, hervorgerufen durch Pseudomonas aeruginosa, Stenotrophomonas maltophilia, bzw. Staphylococcus aureus während der kalorimetrischen Untersuchung des Gleichgewichtssinns.

  • Sterilfiltration, 7 log-Stufen (Brevundimonas diminuta)
  • Standzeit von 4 Wochen
  • Steriler CE-gekennzeichneter Inline Sterilfilter zur Verwendung in CE-gekennzeichneten HNO-Behandlungseinheiten

Germlyser® ENT

Während der kalorischen Überprüfung der Gleichgewichtsfunktionen des Ohres wird zur Auslösung eines Nystagmus Wasser in das Ohr eingespült. Der Germlyser® ENT dient der Verhütung von bakteriellen Infektionserkrankungen, hervorgerufen durch Pseudomonas aeruginosa, Stenotrophomonas maltophilia, bzw. durch Staphylococcus aureus bei immunsupprimierten bzw. immungeschwächten Patienten während dieser Untersuchung.

Der Germlyser® ENT ist ein steriler, endständiger Einweg- Membranfilter, der schnell und einfach durch einen Luer-Lock- Verschluss zwischen dem HNO-Handgriff und dem Düsenansatz installiert werden kann. Die chemische Zusammensetzung des Wassers ändert sich dabei nicht.

Die Einsatzdauer des Filters beträgt 4 Wochen. Ein hygienischer Schutz während der Stillstandzeiten wird durch beigelegte sterile Verschlüsse gewährleistet. Nach Verwendung wird der Filter umweltgerecht über die Wertstoffsammlung (Kunststoff) entsorgt.

Der Germlyser® ENT liefert sterilfiltriertes Wasser in konstanter Durchflussrate über die gesamte Einsatzdauer und bietet einen wirksamen Schutz vor wasserassoziierten Keimen.

Technische Daten

  • Abmessungen: L 56 mm x Ø 18 mm
  • Rückhaltevermögen: 7 Log-Stufen B. diminuta
  • Porengröße: 0,2 µm
  • Standzeit: 4 Wochen
  • Chlorbeständigkeit*: ≤ 10 ppm
  • Minimale Durchflussleistung: 0,5 l/min bei 5 bar, bei 25°C
  • Maximale Betriebstemperatur: 50°C
  • Maximaler Betriebsdruck: 5 bar bei 50°C
  • Adaption: Luer-Lock

* Kontinuierliche Zudosierung von ≤ 10 ppm über die Standzeit: kurzfristig (1h) hohe Dosierung (400.000 ppm) für chemische Desinfektion.

Prävention durch Wasserhygiene

Für die Spülung des Gehörganges und für Messungen der kalorischen Reizung ist es erforderlich, dass das verwendete Wasser mikrobiologisch unbedenklich, d. h. frei von pathogenen Keimen wie Pseudomonas aeruginosaLegionella pneumophila, Stenotrophomonas maltophilia oder Staphylococcus aureus ist.

In den engen wasserführenden Kanälen von HNO-Behandlungseinheiten kann es aber durch längere Wasserstandzeiten nachts und an den Wochenenden zu verstärkter Keimbildung kommen. Versuche, kontaminierte Einheiten durch thermische oder chemische Desinfektion nachhaltig zu sanieren, sind aufgrund des Verhaltens eines etablierten Biofilms äußerst schwierig. Zudem ist eine durchgreifende Wasserentkeimung im Bereich von Kunststoffschlauchsystemen ohne Materialschädigung bzw. ohne Überschreitung der Grenzwerte kaum möglich.

Um die geforderte mikrobiologische Wasserqualität inklusive der Keimzahlgrenzwerte (wie z. B. für Pseudomonas aeruginosa: 0 KBE/100 ml) sicherzustellen, ist die Membranfiltration von Leitungswasser ein wirksames Verfahren zur Infektionsprävention, insbesondere für immungeschwächte bzw. immunsupprimierte Patienten.